Genug zum Leben – Schafft es der Faire Handel menschenwürdige Löhne und Preise zu zahlen?

24. Juni, 18-20 Uhr im Süd Nord-Kontor in der Stresemannstraße 374a

In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen wurde vor 71 Jahren festgehalten: „Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert“. Doch auch nach mehr als siebzig Jahren ist eine Entlohnung, die ein Leben in Würde ermöglicht, kein Standard geworden sondern immer noch ein Privileg bestimmter Gruppen.

Ein Ziel des Fairen Handels war und ist es, den Produzent*innen, die vornehmlich im Globalen Süden leben, faire Preise zu zahlen. Als Minimum wurden dafür lange Zeit gesetzliche Mindestlöhne gesehen, die in vielen Ländern die realen Lebenshaltungskosten immer weniger abdecken.

In der Abendveranstaltung geht Maike Pott auf die verschiedenen Ansätze einer Berechnung von existenzsicherndem Einkommen (Living Wages) ein und stellt die Schwierigkeiten bei der Bestimmung dar. Anschließend geht Rabea Schafrick von Brands Fashion (Fairtrade-Lizenznehmer) auf Erfahrungen mit existenzsichernden Löhnen in der Verarbeitungskette der Textilbranche ein. Das Unternehmen für Arbeitsbekleidung befindet sich im Prozess der Umsetzung bei einer Lieferkette in Indien, anhand derer wir Einblicke bekommen können.

Angefragt ist zudem ein zweiter Erfahrungsbericht zu Living Wages in der Kaffeebranche.

Anschließend können Fragen gestellt werden und es gibt Raum für Diskussion!

Referent*innen: Maike Pott, M.Sc. Geographie; Rabea Schafrick, Brands Fashion; ggfls. Magnus Kersting, El Rojito