Juli/Oktober 2012


Nicht nur auf dem Platz:


Jeder Ball zählt!


Faire Workshops für Altona 93



Die Jugendabteilung des Altonaer Fußball-Clubs von 1893(AFC) ist bislang eine der wenigen in Hamburg, die auf fair gehandelte Fußbälle setzen. Für die neu ins Leben gerufene Fußballschule kam dann auch ganz folgerichtig Fabian Seeger, Betreuer der AFC Feriencamps, auf hamburg mal fair zu, denn die Fußballschule setzt auch auf pädagogische Inhalten. Und ein Thema sollte sein: Wo kommen unsere Fußbälle eigentlich her und wie werden sie gemacht?

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In drei Workshops im Juli 2012 erfuhren fast 50 Kinder von 9 – 12 Jahren, dass Fußbälle mit der Hand und nicht von Maschinen genäht werden – und dass die Näher und Näherinnen so wenig verdienen, dass oft auch die Kinder mitarbeiten müssen. Kleine Kraftproben beim Umkrempeln eines fast fertig genähten Fußballs und das Einklemmen einer großen Holzspange zwischen den Knien (damit halten die Näherinnen und Näher den Ball fest beim Nähen) machten allen Teilnehmer/innen deutlich, wie anstrengend diese Arbeit ist.
Doch nach 90 Minuten wussten die Kinder auch, dass bei fair gehandelten Bällen die Arbeiter/innen 20-50 % mehr pro Ball verdienen und darüber hinaus sogar noch Geld in einen Topf für die Schul- und Gesundheitsversorgung der Beschäftigten und ihrer Familien fließt.

Fairplay beginnt schon vor dem Anpfiff!

Und daher, liebe Fußballeltern, die ihr euren Kindern einen Ball schenken wollt: Kauft faire Bälle! Jeder Ball zählt, denn jeder fair gehandelte Ball macht das Leben für eine Familie und die Produzentengemeinschaft etwas einfacher. Fußbälle für aus dem Fairen Handel gibt es in Hamburg in den Weltläden (www.weltladen.de/hamburg) und in gut sortierten Sportgeschäften.

Faire Früchtchen

Beim Herbst-Fußballferiencamp fand die gute Zusammenarbeit eine Fortsetzung mit einem Workshop zum Thema Faire Früchtchen:
Wer hätte gedacht, dass der Orangensaft auf dem Frühstückstisch schon so eine weite Reise, nämlich von Brasilien bis Deutschland, hinter sich hat?
Und wer profitiert davon, dass immer mehr Menschen in Deutschland fair gehandelte Bio-Bananen kaufen?
Spielerisch und praktisch mit selbst gemixten leckeren Cocktails mit Saft, Früchten und Kokosmilch aus Fairem Handel und einer Verkostung von getrockneten Früchten wie Mangos und Bananen lernte der Fußballnachwuchs auch in diesen 90 Minuten wieder viel über Welthandel und Gerechtigkeit.


Richtig viel Spaß machte den Älteren die Aufgabe, am Nachmittag den Jüngeren das neuerworbene Wissen und die gesunden Leckereien aus dem Fairen Handel vorzustellen.