21. Mai 2014


Von Jute und Stoffresten – Faire Fasern aus Bangladesch



Noch nähen in vielen Produktionsländern die Menschen unter unwürdigen Bedingungen Textilien für namhafte Modefirmen und Kaufhausketten. Doch es gibt Alternativen – mehr als wir glauben! Die ReferentInnen Maria Jacob und Max Gilgenmann stellten am 21. Mai im Süd-Nord Kontor zwei Transkulturelle Design- und Produktionsprozesse vor.

OOT-BOX entwickelt derzeit eine in Bangladesch hergestellte Tasche für den europäischen Mark. Soweit noch nicht besonders. Aber OOT-BOX ist anders, kreativ, engagiert und nachdenklich: die funktional urbane Taschen-Kollektion wird nicht nur in Handarbeit in Bangladesch produziert, sondern auch vor Ort designt, mit nachhaltig produzierten Rohstoffen erstellt und verspricht allen am Prozess beteiligten Menschen einen fairen Lohn.

Auch das Projekt, das Maria Jacob im Zuge eines ASA-Programms besuchte, engagiert sich für bessere Bedingungen in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs. Sogenannte „women cafés“ fördern den Austausch zwischen den Näherinnen und stellen Kinderbetreuung in der Näher der Nähfabriken. Zudem entsteht derzeit eine Kooperation mit der JAK Hamburg, bei welcher nachhaltig produzierte Designer-Stücke in Hamburg kreiert und Bangladesch produziert werden. Als Ausgangsmaterialien werden Stoffe verwendet, welche bei der Bekleidungsproduktion als Verschnitt anfallen und andernfalls ungenutzt bleiben würden. Das Ergebnis soll als fair hergestelltes Modestück im letzten Schritt in Deutschland vertrieben werden.

Wir sind uns sicher: von beiden Projekten wird noch zu hören sein!