Die neuen Textilstandards von Fairtrade – zu grob gestrickt?

Was ist dran an den neuen Textilstandards? Es diskutieren Bettina Musiolek und Frank Eichinger.
Am Montag, 7. November um 19 Uhr im Alster-Zimmer der Handelskammer


Bislang stand das Fairtrade-Siegel in Textilien „nur“ für fair gehandelte Baumwolle. Seit dem 1. Juni 2016 ist ein neuer Textilstandard von Fairtrade anwendbar und verspricht deutlich umfassendere Kriterien: „Durch den neuen Textilstandard und das Textilprogramm von Fairtrade sollen die Arbeitsbedingungen und Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Verarbeitungskette der Textilbranche verbessert und ihre Rechte gestärkt werden.“ So zumindest äußert sich der Initiator Fairtrade auf der Website selbst über die Neuerung.

Doch was ist wirklich dran an der Verbesserung? Schon auf die Ankündigung der neuen Stanbild-diskussion-textildards im März diesen Jahres gab es unter andrem von der Kampagne für Saubere Kleidung Kritik am System: „Ein Produkt-Label, das auf Sozialaudits basiert, keinen Existenzlohn garantiert und die Kosten alleinig den Produktionsbetrieben aufbürdet, schafft keine grundlegenden Verbesserungen für Arbeiter_innen in den Kleiderfabriken.“, so die Projektsprechenden von INKOTA und FEMNET e. V. Noch gibt es kaum Erfahrungen mit dem neuen Textilstandard – und auch Informationen und Diskussion darüber sind rar. Darum freuen wir uns sehr, mit Frank Eichinger (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von Transfair e. V./Fairtrade Deutschland) und Dr. Bettina Musiolek (EineWelt Sachsen e.V./Clean Clothes Campaign) mehr über die Kriterien, Hintergründe und Ziele des Siegels zu erfahren und darüber zu diskutieren.

Tanja Busse wird uns als Moderatorin mit weitreichendem Fachwissen und journalistischem Geschick durch den Abend führen.
Der Eintritt ist frei.